Bjørn Melhus, geboren 1966, ist ein deutsch-norwegischer Medienkünstler. Er gilt als einer der international renommiertesten Videokünstler seiner Generation. Mit der Erweiterung der Möglichkeiten einer kritischen Rezeption von Kino und Fernsehen hat er sich eine singuläre künstlerische Position erarbeitet. Seine Strategie der Zersplitterung, Destruktion und Rekonstruktion bekannter Figuren, Themen und der Struktur der Massenmedien eröffnet nicht nur die Möglichkeit einer Vielzahl neuer Interpretationen und kritischer Kommentare, sondern definiert auch die Beziehung von Massenmedien und Zuschauer neu.

Vom Experimentalfilm kommend wurden Bjørn Melhus’ Arbeiten auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Seine Filme wurden unter anderem in der Tate Modern und im LUX in London, im Museum of Modern Art (MediaScope) in New York und im Centre Pompidou in Paris gezeigt. Er nahm mit seinen Arbeiten unter anderem an Ausstellungen wie The American Effect im Whitney Museum New York, der 8. Internationalen Biennale in Istambul, Einzel- und Gruppenausstellungen im FACT Liverpool, Serpentine Gallery London, Sprengel Museum Hannover, Museum Ludwig Köln, ZKM Karlsruhe, Denver Art Museum usw. teil.

1985-87 Berufsfachschule für Fotografie und AV-Medien in Stuttgart, 1988-1990 Freiberufliche Tätigkeit als AV-Designer in Berlin, 1990-96 Studium der Freien Kunst (Film- und Videoklasse) an der HBK Braunschweig; 1997 Meisterschüler bei Prof. Birgit Hein; 1997/98 DAAD-Stipendium am California Institute of the Arts, Los Angeles, 1999 Gastlehrauftrag für Video an der Bauhaus-Universität Weimar; 1999-2001 Preis des Kunstvereins Hannover (Aufenthaltsstipendium), 2001/02 New York Stipendium des Landes Niedersachsen am ISCP (International Studio and Curatorial Program).  Seit 2003 Professur an der Kunsthochschule Kassel. (Bildende Kunst/Virtuelle Realitäten)

MAESTRA (Video)
Galerie Patrick Ebensperger, 28. – 31. August, 12:00 – 18:00 Uhr
27. August, 19:30 Uhr Vernissage

“Mann – Frau – Maschine” (Videovortrag)
31. August, 17 Uhr, Galerie Patrick Ebensperger